Projekt Hornberg-Horneggli

Projekt Hornberg-Horneggli

Projektbeschreibung

Neue Gondelbahn Schönried–Horneggli–Hornberg

Die neue Gondelbahn Schönried–Horneggli–Hornberg bildet das zentrale Erschliessungsprojekt für die zukünftige Entwicklung des Gebiets Horneggli–Hornberg. 

Sie ersetzt die bestehende 3er-Sesselbahn Schönried–Horneggli aus dem Jahr 1984, deren Kapazität und Komfort den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Gleichzeitig wird die Erschliessung wesentlich erweitert: Neu soll die Bahn nicht mehr beim Horneggli enden, sondern weiter bis in den Bereich Hornberg / Läger führen. Damit erhält der Hornberg erstmals eine direkte Verbindung ab Schönried. 

Die neue Bahn verbessert die Erreichbarkeit des schneesicheren Hornberg-Gebiets sowohl im Winter als auch im Sommer. Geplant ist eine moderne 10er-Gondelbahn mit zwei Sektionen: von Schönried bis zum Horneggli sowie weiter vom Horneggli Richtung Hornberg. Die Förderleistung soll künftig rund 2’200 Personen pro Stunde betragen. Gegenüber heute profitieren Gäste von einer wettergeschützten, komfortablen und ganzjährig nutzbaren Verbindung. 

Mit der neuen Talstation in Schönried entstehen zusätzlich moderne Ankunfts- und Servicebereiche mit Parkhaus, Skischule, Depotflächen und Aufenthaltszonen. Die Mittelstation Horneggli wird zur wichtigen Drehscheibe zwischen bestehendem Gebiet und neuer Hornberg-Erschliessung. Die Bergstation Hornberg wiederum schafft den direkten Zugang zum schneesicheren Kerngebiet, zu Gastronomie, Wanderwegen und den geplanten MTB-Trails. 

Die Gondelbahn ist damit weit mehr als eine Ersatzanlage: Sie bildet das Rückgrat der zukünftigen touristischen Entwicklung im Gebiet Horneggli–Hornberg. 

 

 

Einstiegportal Schönried mit Parkhaus

Mit der neuen Talstation Schönried wird auch die Parkierung im Gebiet neu organisiert. Das geplante Parkhaus ist ein zentraler Bestandteil der Gesamtentwicklung Horneggli–Hornberg und eine wichtige Voraussetzung für die neue Gondelbahn.

Heute bestehen im Umfeld der Talstation zahlreiche dezentrale und teilweise temporäre Parkplätze. Einige davon befinden sich in sensiblen Gebieten und können langfristig nicht weiter genutzt werden. Gleichzeitig fallen mit dem Bau der neuen Talstation bestehende provisorische Parkierungsflächen weg. 

Das neue Parkhaus mit rund 500 Parkplätzen ersetzt einen grossen Teil dieser heutigen Parkierung. Zusammen mit den verbleibenden bestehenden Parkflächen stehen künftig weiterhin rund 700 geordnete Parkplätze zur Verfügung. Ähnlich viele wie heute, jedoch deutlich besser organisiert. 

Die Bündelung der Parkierung direkt bei der Talstation schafft einen klar strukturierten und funktionalen Ankunftsort. Parkierung, Kiss & Ride, Bus- und Bahnanschlüsse, Skischule sowie Service- und Depotflächen können künftig effizienter organisiert werden. Dadurch wird der Zugang zum Gebiet übersichtlicher, sicherer und komfortabler.  

 

 

Ersatzneubau Speichersee Hornberg

Der Ersatzneubau des Speichersees Hornberg ist ein zentrales Projekt für die langfristige Schneesicherheit im Gebiet Horneggli–Hornberg. 

 

Der bestehende Speichersee erfüllt die heutigen Anforderungen nicht mehr und soll deshalb rückgebaut, aufgefüllt und rekultiviert werden. Südlich des heutigen Standorts entsteht ein neuer, deutlich grösserer Speichersee mit einem Fassungsvolumen von rund 178’000 m³. 

Der neue Speichersee bildet die Grundlage dafür, dass das gesamte Skigebiet künftig innerhalb eines optimalen Kältefensters effizient beschneit werden kann. Heute ist die Beschneiungskapazität zwar leistungsfähig, das verfügbare Wasservolumen jedoch begrenzt. Dadurch können kurze Kälteperioden nicht vollständig genutzt werden. Mit dem neuen Speichersee verbessert sich die Versorgungssicherheit deutlich und die Beschneiung kann flexibler und koordinierter erfolgen. 

Dies ist insbesondere für die wichtige Weihnachts- und Neujahrszeit entscheidend. Ein verlässlicher Saisonstart schafft Planungssicherheit für Bergbahnen, Skischulen, Hotellerie, Gastronomie, Gewerbe, Mitarbeitende und Gäste in der gesamten Region. 

Neben den technischen Anforderungen berücksichtigt das Projekt auch landschaftliche und ökologische Aspekte. Der bestehende Speichersee wird rekultiviert, während der neue See möglichst natürlich in die Landschaft eingebettet werden soll. Vorgesehen sind unter anderem naturnahe Uferbereiche sowie ökologische Aufwertungen und neue Lebensräume. 

Der Speichersee Hornberg schafft damit die Grundlage für einen langfristig schneesicheren und wirtschaftlich stabilen Winterbetrieb. 

Neue Sesselbahn Saanenwald–Hornfluh

Die neue Sesselbahn Saanenwald–Hornfluh ist ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung des Gebiets Horneggli–Hornberg. Sie ersetzt die bestehende Sesselbahn Saanenwald–Hornberg aus dem Jahr 1986 und modernisiert die Erschliessung im Bereich Hornfluh. 

 

Die neue 6er-Sesselbahn verbessert die Verbindung vom Saanenwald Richtung Hornfluh und stärkt damit einen wichtigen Wintersportbereich. Gleichzeitig wird die Anbindung an das bestehende Pistensystem optimiert und die Anlagen im Gebiet können klarer und effizienter organisiert werden. 

Zusammen mit der neuen Gondelbahn Schönried–Horneggli–Hornberg entsteht ein abgestimmtes Gesamtsystem für die zukünftige Entwicklung des Wintersportgebiets. Bei der Planung wird grosser Wert auf die Abstimmung mit Natur und Landschaft gelegt. Im Bereich der neuen Linienführung befinden sich sensible Natur- und Landschaftsräume. Deshalb wurden die Auswirkungen auf Umwelt, Wald, Gewässer, Landschaft und weitere Themen umfassend untersucht. Ziel ist, die touristische Infrastruktur zu modernisieren und gleichzeitig Eingriffe in sensible Gebiete möglichst gering zu halten. 

MTB-Trails Horneggli–Hornberg

Die geplanten MTB-Trails Horneggli–Hornberg sind ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung des Sommertourismus im Gebiet.

Ziel ist ein attraktives und naturnahes Mountainbike-Angebot, das auf die neue Gondelbahn sowie die bestehende Landschaft und Infrastruktur abgestimmt ist.

Geplant sind Flow-Trails für ein breites Publikum. Durch die neue Gondelbahn Schönried–Horneggli–Hornberg werden die Ausgangspunkte der Trails künftig bequem erreichbar. Die Strecken führen anschliessend wieder zurück Richtung Schönried oder Saanenmöser und schaffen so ein zusammenhängendes Angebot im gesamten Gebiet.

Mit den offiziellen Trails soll zudem die heutige Situation verbessert werden. Bisher bestehen keine spezifischen MTB-Anlagen, wodurch teilweise Wanderwege oder inoffizielle Strecken genutzt werden. Das neue Angebot ermöglicht eine gezielte Besucherlenkung und hilft, Konflikte mit Wanderwegen sowie sensible Natur- und Landschaftsräume zu reduzieren.

Bei der Planung wird grosser Wert auf Natur- und Landschaftsschutz gelegt. Die Linienführungen wurden sorgfältig geprüft und möglichst naturnah konzipiert. Ziel ist ein flächensparender Bau mit minimalen Eingriffen in die Umgebung. Damit stärken die Trails den Sommertourismus und schaffen gleichzeitig eine geordnete und nachhaltige Nutzung des Gebiets.

 

 

Überbauungsordnung Nr. 88 als Grundlage

Die Anpassung der Überbauungsordnung Nr. 88 „Tourismusgebiet Saanenmöser–Schönried“ bildet die raumplanerische Grundlage für die Umsetzung der Seilbahnen, MTB-Trails, Talstation, Parkhaus und weiteren Infrastrukturmassnahmen.

Die öffentliche Auflage betraf die Änderung „Seilbahnen und MTB-Trails Horneggli–Hornberg“ inklusive Änderung Zonenplan Nr. 2 „Talstation / Parkhaus Schönried“ und Baureglement. Die Auflage dauerte vom 3. Dezember 2024 bis 10. Januar 2025.

 

 

Bautagebuch

©  (c) Bergbahnen Destination Gstaad AG

Projektstand Hornberg–Horneggli: 
Aktuelle Entwicklung

30.04.2026

Speichersee Hornberg
Der Speichersee Hornberg ist ein zentraler Bestandteil für die zukünftige Schneesicherheit im Gebiet. Der bestehende Speichersee auf rund 1’800 m ü. M. soll durch einen grösseren Speichersee südlich des heutigen Standorts ersetzt werden. Geplant ist ein Fassungsvolumen von rund 178’000 m³. Neben den technischen Anforderungen berücksichtigt das Projekt auch landschaftliche und ökologische Aspekte. Aktuell liegen die Unterlagen inklusive Ergänzungen beim Kanton zur Bewilligung. Ziel bleibt ein Baustart im Frühling 2027.

Überbauungsordnung Nr. 88 «Tourismusgebiet Saanenmöser–Schönried»
Parallel dazu bildet die Überbauungsordnung Nr. 88 «Tourismusgebiet Saanenmöser–Schönried» die Grundlage für die geplanten Seilbahnen, MTB-Trails sowie weitere Infrastrukturmassnahmen. Die öffentliche Auflage erfolgte Ende 2024 / Anfang 2025. Derzeit ist noch eine private Einsprache hängig und eine Teilneuauflage mit Detailanpassungen läuft. Nach der Genehmigung durch den Kanton kann das Plangenehmigungsverfahren beim Bund eingereicht werden. 
 

Speichersee: Vorbereitung der nächsten Verfahrensschritte

29.12.2025

Das Projekt Speichersee Hornberg wurde im September final eingereicht. Zurzeit konzentrieren wir uns jedoch auf die Erarbeitung zusätzlicher Nachweise, die aufgrund neuer kantonaler Vorgaben in der Stauanlagen Gesetzgebung erforderlich geworden sind. Dazu gehören zusätzliche Prüfungen und Verschärfungen der Erdbebennachweis, welche den Aufwand deutlich erhöhen. Trotz der Verzögerungen halten wir am Ziel fest, den bestmöglichen Baustart im Frühling 2027 zu realisieren und informieren zeitnah, sobald die Einreichung bereitsteht.

Hornberg-Horneggli: Vorprojekt in Finalisierung

15.12.2025

Das Vorprojekt für den Ersatz Neubau Hornberg–Horneggli befindet sich in der finalen Ausarbeitung. Die letzten technischen und planerischen Elemente werden präzisiert und mit den direkt betroffenen Eigentümern abgestimmt. Parallel dazu wird die Jury vom Studienwettbewerb das Gesamtprojekt erneut prüfen und liefert wichtige Grundlagen für die bevorstehende Einreichung der Genehmigungsunterlagen. Die entsprechenden Resultate erwarten wir anfangs März und informieren danach über die nächsten Schritte im Verfahren.

Gemeinsam einen wichtigen Meilenstein erreicht

19.09.2025

Herzlichen Dank an die ganze Bevölkerung für die Annahme der Überbauungsordnung zum geplanten Speichersee Hornberg. Mit diesem positiven Entscheid konnte das Projekt eine weitere wichtige Etappe erfolgreich meistern. Nun können die nächsten Schritte in Angriff genommen werden – ein bedeutender Beitrag für die Zukunft der Bergbahnen und der Region Gstaad.

Gemeinde stimmt Überbauungsordnung Nr. 88 zu

06.04.2025

Die Gemeindeversammlung hat der Überbauungsordnung Nr. 88 für das Tourismusgebiet Saanenmöser–Schönried mit grosser Mehrheit zugestimmt (430 Ja / 33 Nein). Das Projekt umfasst neue Seilbahnen und MTB-Trails im Gebiet Horneggli–Hornberg sowie Anpassungen am Zonenplan und Baureglement und ist ein zentraler Schritt für die Erneuerung der touristischen Infrastruktur.

Meilenstein für das Generationenprojekt Gstaad+

30.01.2025

Die Bergbahnen Destination Gstaad AG hat einen wichtigen Schritt im Generationenprojekt Gstaad+ erreicht: Der Vertrag mit dem Seilbahnhersteller Bartholet wurde unterzeichnet. Damit ist der Weg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geebnet.

Leitner/Bartholet erhält Auftrag für neue Bahnanlagen

27.06.2024

Die Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG) freuen sich, bekannt zu geben, dass Leitner/Bartholet den Zuschlag für die drei aus-geschriebenen Bahnanlagen erhalten hat. Damit setzten sie sich gegen die Konkurrenz von Doppelmayr/Garaventa und der MND-Gruppe durch.

RBCH architectes gewinnt Ausschreibung

27.06.2024

Die Bergbahnen Destination Gstaad AG freuen sich bekannt zu geben, dass RBCH architectes aus Château-d’Oex für die Neugestaltung der Talstation, Mittel- sowie Bergstation der neuen Hornegglibahn den Studienauftrag gewonnen hat. Das Beurteilungsgremium, mehrheitlich aus Fachexperten wie externen Architekten und Landschaftsarchitekten, entschied sich nach sorgfältiger Prüfung der Vorschläge von drei renommierten lokalen Architekturbüros für RBCH architectes.

Projektvorstellung: Neubau Gstaad+ in Schönried

27.02.2024

Die Bergbahn Destination Gstaad AG plant ein ambitioniertes Projekt von beträchtlichem Ausmass – den geplanten Neubau Gstaad+ in Schönried. Um den hohen Anforderungen an Landschaft, Architektur und Umwelt gerecht zu werden, hat die Bergbahn Destination Gstaad (BDG) beschlossen, einen Architekturwettbewerb durchzuführen.